Ärzte helfen weltweit
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Hilfe im Sundarban-Delta in Indien
Hilfe im Sundarban-Delta in Indien

Hilfe im Sundarban-Delta in Indien

Seit 2020 unter­stützen wir gemeinsam mit den German Doctors die Partneror­ganisation ASHA dabei, die Lebens­beding­ungen der Menschen in den abge­legenen Regionen der Sundarbans zu verbessern. Aufklärung, mediz­inische Versorgung und die Aus­bildung von Gesund­heits­kräften sind wichtige Eck­pfeiler unserer Arbeit.

Kampf gegen die Natur­gewalten

„Sundarbans“ – schöner Wald nennen die Bengalen die ausge­dehnten Sümpfe im Münd­ungs­delta der Flüsse Ganges, Brahma­putra und Meghna. Mit mehr als 10.000 Quadrat­kilo­metern sind die Sundarbans das größte Mangroven­gebiet der Erde und befinden sich auf dem Staats­gebiet von Indien und Bangla­desch. Gemeinsam mit Korallen­riffen und Regen­wäldern zählen Mangroven zu den wert­vollsten Öko­systemen der Welt.

Doch für die Menschen, die dort zu Hause sind, ist das Leben ein ständiger Kampf gegen die Natur­gewalten. Regel­mäßig fegen heftige Stürme von der See her. Im ganzen Delta steigt das Wasser an und wenn die Deiche brechen, werden unzäh­lige Behau­sungen – meist mit Stroh oder Well­blech gedeckte Lehm­hütten – über­flutet. Die Felder sind danach durch das Salz­wasser oft für Jahre unfruchtbar.

Jede Hilfe zählt

Mit der Rolling Clinic ins Sundarban-Delta

In den Sundarbans ist Armut allgegen­wärtig. Eine abge­schlossene Schul­ausbildung haben nur die wenigsten und die geringen Einkünfte der Tage­löhner reichen gerade so zum Leben. Kinder­heirat, häus­liche Gewalt, Drogen- und Alkohol­abhängig­keiten sind weit verbrei­tet. Besonders schwer haben es Menschen aus musli­mischen Gemeinden und aus traditio­nellen Dhalit Gemein­schaften, die struktu­rell benach­teiligt sind und häufig unter­drückt werden.

Seit August 2020 enga­gieren wir uns gemein­sam mit der indischen NGO ASHA dafür, die Lebens­beding­ungen und die Gesund­heit der Menschen vor Ort zu verbessern. Eine Komponente unserer Hilfe ist die „Rolling Clinic“: Lokale Ärzt­innen und Ärzte fahren in einem festen Rhythmus vier Stand­orte an und versorgen die Menschen von insge­samt 40 abgele­genen Dörfer im Distrikt North 24-Paraganas basis­medi­zinisch. Durch­schnittlich 68 Patientinnen und Patienten kommen täg­lich zur Sprech­stunde.

Medizinische Hilfe im Sundarban-Delta

Endlich ein Arzt!

Das Angebot wird dankend ange­nommen, denn die medi­zinische Ver­sorgung in der Region ist denkbar schlecht. Weil Ärzte ungern in einer solch abge­legenen Gegend arbeiten, fehlt es an gut ausge­bildetem Personal. Und wenn es eine Gesund­heitsstation in der Nähe gibt, ist diese meist hoffnungs­los über­füllt. Der Weg zum nächsten Kranken­haus ist wiederum weit und mit dem Ausfall des Tages­lohns verbunden. Die Folgen: Krank­heiten werden oft zu spät oder falsch behan­delt. Hohe Medikamenten­kosten und falsche Informati­onen treiben viele Menschen in die Hände von Quack­salbern. Auch Mythen sind allgegen­wärtig.

Eine wichtige Säule des Projektes ist daher die Gesund­heits­aufklärung. Auch über Familien­planung und Verhü­tung schult das Team vor­wiegend die Frauen, denn mangelnde Aufklä­rung ist häufig ein Grund für frühe Mutter­schaft. Fast die Hälfte der Frauen werden noch vor ihrem 18. Lebens­jahr verhei­ratet und mit der Geburt des ersten Kindes sind die jungen Frauen gezwungen, die Schule abzu­brechen. Ein Weg aus der Armut ist für sie beson­ders schwierig.

„Mehr als 70 % der Haushalte haben kein richtiges Abwassersystem und ein Großteil der Menschen wäscht Geschirr und badet in Teichen, die schmutzig sind und viele Krankheiten hervorrufen. Auch Mythen sind allgegenwärtig. Viele Menschen glauben, dass ein Unterleibsschmerz durch den Geist „Dschinn“ geheilt werden kann. Die Patientinnen werden in das Haus einer Person gebracht, von der man glaubt, dass sie den Dschinn mitten in der Nacht einlädt. 200 bis 600 indische Rupien kostet die „Operation“, die allerdings keine Heilung bringt. Für einen Krankenhausbesuch ist es dann oft schon fast zu spät. Auch Menschen mit Schlangenbissen oder neurologischen Problemen werden häufig in ein Hexenzentrum gebracht.“

Sanjeev Kr Singh
Projektmanager von ASHA

Investi­tion in die Zukunft: Aus­bildung von Gesund­heits­kräften

Um lang­fristig diskrimi­nierungs­freie Gesund­heits­versorgung in der Region zu etablieren, unter­stützen wir ASHA auch bei der Ausbildung von soge­nannten „Community Health Volunteers“. Die Gesund­heits­kräfte, meist enga­gierte Frauen aus den Gemeinden, erhalten über drei Monate hinweg eine 15-tägige Aus­bildung. Dabei lernen sie Erste Hilfe zu leisten, einfache Diagnosen zu stellen, Krank­heiten zu behandeln sowie bei Bedarf die Patientinnen und Patienten ins nächst­gele­gene Kranken­haus zu über­weisen. Die praktische Ausbildung erfolgt im Rahmen der „Rolling Clinic“. 60 Gesund­heits­kräfte haben bereits erfolgreich ihre Ausbildung abge­schlossen.

Gesundheitsaufklärung im Sundarban-Delta

Das Ziel: Hilfe zur Selbst­hilfe

Mittler­weile gibt es verschie­dene staat­liche Angebote zu Gesund­heits- und Sozial­dienstl­eistungen, doch häufig wissen die bedürftigen Menschen zu wenig darüber. Oft fehlen ihnen auch wichtige staat­liche Dokumente, etwa der Ausweis, die Geburts­urkunde oder ein Bank­konto. Die Bean­tragung dieser Dokumente ist ein erster Schritt, um die eigene Lebens­situation Schritt für Schritt zu ver­bessern. Die gute Nach­richt: Unser Programm wird auch von der Lokal­regierung unter­stützt, deren Vertreter regel­mäßig zu den „Help Desks“ kommen, um bei der Beschaf­fung der Dokumente zu helfen.

Für eine nach­haltige Verbesserung der Gesund­heit und Lebens­situation in der Region werden durch unseren Partner zudem regel­mäßig Schulungen ange­boten. Die Themen decken unter anderem Abfall-Manage­ment, Familien­planung, Menstruations­hygiene, sexuelle und reproduktive Gesund­heit und gesunde Ernährung ab. Für ASHA ist es ein wichtiges Ziel, Menschen zu befähigen, ihre Rechte auf Erfüllung ihrer Grund­bedürf­nisse und ihre Grund­rechte einzu­fordern. Wir freuen uns, an ihrer Seite zu sein!

Mit 20 Euro helfen

In Entwicklungs­ländern werden jedes Jahr 80 Millionen Frauen unge­wollt schwanger. In Kalkutta bieten wir unseren Patient­innen daher Zugang zu Aufklärung und frei­williger Familien­planung. 20 Franken sind not­wendig, um einer Frau Verhütungs­mittel zur Verfügung zu stellen und sie ein Jahr lang in ihrer Familien­planung zu unter­stützen.

Gutes tun: Familienplanung unterstützen

Das Projekt im Über­blick

  • „Rolling Clinic“ mit indischen Ärzt­innen und Ärzten zur basis­medi­zinischen Versor­gung für 40 Dörfer in den Blocks Minakhan, Basirat II, Hasnabad und Sandeshkhali I.
  • Help Desks“ für die Bean­tragung von staat­lichen Dokumenten.
  • Aus­bildung von Gesund­heits­kräften (Community Health Volunteers).
  • Awareness-Veran­staltungen zu gesund­heits­bezogenen Themen.
  • Advocacy-Arbeit für eine nach­haltig bessere Gesund­heits-Infra­struktur in der Region.

Partner­organisation Asha

Mit der indischen NGO ASHA mit Sitz in Minakhan, North 24 Parganas, arbeiten wir seit 2019 zusammen. Schwer­punkt der Orga­nisation ist Kindes­schutz, Bekämpfung von Menschen­handel, Gesund­heits­vorsorge und -versorgung. ASHA verfolgt einen rechts­basierten Ansatz unter starker Einbe­ziehung der margi­nali­sierten Ziel­gruppen.

Projekte entdecken

Die Swiss Doctors leisten ehren­amtlich Arzt­einsätze in Ent­wick­lungs­ländern und helfen dort, wo das Elend zum All­tag gehört. In städtischen Slums und länd­lichen Armuts­regionen auf den Philippinen, in Indien, Bangladesch, Kenia und im Bereich der Flüchtlingshilfe bieten unsere Ärztinnen und Ärzte Sprech­stunden für Menschen am Rande der Ge­sellschaft an. Die einge­setzten Mediziner arbeiten in ihrem Jahres­urlaub oder im Ruhe­stand für einen Zeit­raum von 6 Wochen und ver­zichten dabei auf jegliche Ver­gütung.

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